• Fedora 17 mit Eucalyptus, OpenStack und Hotspot-Unterstützung

    Posted on January 31, 2012 by in open source news

    Das Fedora Engineering Steering Committee (FESCo) hat in seiner gestrigen Sitzung einen ganzen Schwung von Neuerungen für Fedora 17 abgesegnet, dessen Erscheinen für Anfang Mai geplant geplant ist. So soll die Distribution beim Umsiedeln von KVM-Gastsystemen im laufenden Betrieb nun auch deren Datenträger-Images zum neuen Wirtssystem mitnehmen können. Diese für Virtualisierung wichtige Live Block Migration dürfte vermutlich innerhalb des nächsten Jahres auch in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) auftauchen, denn dort fließen regelmäßig Verbesserungen ein, nachdem sie mit Fedora den Feldtest absolviert haben.




    Mit Verbesserungen zum Thin Provisioning und Unterstützung für Performance Monitoring in Gastsystemen hat das Fedora-Gremium noch zwei weitere Features angenommen, die sich um KVM drehen. Mit der IaaS-Software Cloudstack und der Cloud-Infrastuktur-Plattform Eucalyptus wurden noch weitere Cloud-Techniken angenommen. Einige Red-Hat-Entwickler haben sich zudem vorgenommen, alle Teile der noch in Entwicklung befindlichen OpenStack-Version “Essex” zu integrieren.

    Auch einige für Alltags-PCs interessante Neuerungen wurden akzeptiert, darunter Unterstützung für das Farbmanagement mit Colord in CUPS, Verbesserungen beim Power Management, ausgebaute Hotspot-Unterstützung im NetworkManager sowie der Einsatz des via D-Bus konfigurierbaren Firewall-Daemons firewalld. Bereits in der letzten Woche hat das Fedora-Gremium den Entwicklern freie Fahrt signalisiert, die Unterstützung für mehr als 16 TByte große Ext4-Laufwerke vorantreiben oder Ruby auf die Version 1.9.3 aktualisieren wollen.

    Die Frist zum Einreichen größerer Neuerungen für Fedora 17 ist kürzlich abgelaufen. Von vielleicht ein oder zwei Ausnahmen abgesehen sollte die Liste der geplanten Neuerungen daher nicht mehr länger werden, sobald die 19 gestern beschlossenen Neuerungen dort eingetragen wurden. Auf der in den letzten Monaten gewachsenen Liste finden sich unter anderem der Einsatz von Btrfs als Standard-Dateisystem, die Verwendung von GCC 4.7 oder Multitouch-Unterstützung im X-Server. Einige der Features könnten allerdings noch vertagt werden, wenn sie nicht rechtzeitig fertig werden: Btrfs etwa wird nur dann Standard, wenn rechtzeitig zum Feature Freeze Mitte März ein Werkzeug zum Testen von Btrfs-Dateisystemen erhältlich ist. Eine Alpha von Fedora 17 soll Ende Februar erscheinen, eine Beta Anfang April.


    (thl)

    Article source: http://www.heise.de/open/meldung/Fedora-17-mit-Eucalyptus-OpenStack-und-Hotspot-Unterstuetzung-1425037.html/from/atom10

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