• Version 1.2 des designierten X-Server-Nachfolgers Wayland

    Posted on July 14, 2013 by in open source news

    Ein stabiles Programmierinterface für Display-Server und Unterstützung für Farbmanagement sind zwei der wichtigsten Neuerungen der Versionen 1.2 von Wayland und Weston, die jetzt erhältlich sind. Durch das stabile Server-API sollte ein für Wayland 1.2 übersetzter Compositor wie Weston auch mit späteren Wayland-Versionen zusammenarbeiten; laut der Freigabe-Mail sei dies stabile API jetzt nötig, weil langsam weitere Compositors für Wayland auftauchen. Das Protokoll für Wayland-Clients war schon bei Version 1.0 für stabil erklärt worden.





    Farbmanagement mit Gnome unter Wayland.

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    Bild: Richard Hughes bei Google+



    Die Unterstützung für das Farbmanagement in Wayland und Weston stammt vom federführenden Entwickler des Gnome Color Manager; Letzterer kann die neue Wayland-Funktion bereits verwenden. Ein anderer Gnome-Entwickler hat Code beigesteuert, durch den Wayland und Weston 1.2 einzelne Fenster oder die komplette Bildschirmausgabe skalieren können, um etwa Desktop-Elemente auf besonders hochauflösenden Displays in einer adäquaten Größe darzustellen. Ebenfalls neu: die Unterstützung zum Betrieb mehrerer Arbeitsplätze (Multiseat) sowie ein Backend und ein Weston-Renderer für den Rasperry Pi.

    Wayland, das von eine Reihe bekannter Kernel- und X.org-Entwickler vorangetrieben wird, galt lange als ausgemachter Nachfolger für den X-Server von X.org, der bei heutigen Linux-Distribution eine zentrale Rolle bei der Grafikausgabe innehat. Das von Ubuntu-Macher Canonicals vorangetriebene und bei Ubuntu 13.10 eingesetzte Mir macht Wayland diesen Posten streitig. Die Entwickler von Gnome, KDE und Kubuntu haben sich jedoch hinter Wayland gestellt; zudem erklärte das im Nokia/MeeGo-Umfeld entstandene Start-up Jolla kürzlich in einem Tweet, sein erstes Smartphone mit Sailfish OS werde Wayland benutzen.

    Kurz nach der Freigabe der neuen Wayland- und Weston-Versionen hat der lediglich als nerdopolisd bekannte Entwickler eine neue Ausgabe seines Rebecca Black Linux freigeben. Mir ihr nutzt das auf Wayland und Weston aufbauende Live-Linux jetzt die neuesten Versionen der beiden Software-Pakete.


    (thl)

    Article source: http://www.heise.de/open/meldung/Version-1-2-des-designierten-X-Server-Nachfolgers-Wayland-1917088.html/from/atom10

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